Gangster des Monats März – Charles „Lucky“ Luciano

Moonshine Lucky Luciano

Charles „Lucky“ Luciano war ein New Yorker Gangster der 1930er Jahre und zeitweise sogar der oberste Mafiaboss der USA.

Lucky kam 1897 auf Sizilien zur Welt und war noch ein Kind als seine Familie in die Staaten emigrierte. Dort holte er sich bei Ankunft auch direkt die Pocken. Nach einer unregelmäßigen Schulzeit in der er auch Einblicke in die Zuhälterei erhaschte, kam dann die Prohibition, zu der Zeit er sich ein wenig Geld mit Alkoholschmuggel verdiente. Ende der 30er Jahre sprang er dem Tod von Schippe als er von Unbekannten zusammengeschlagen und niedergestochen wurde. Ein Polizist fand ihn halbtot an einem Strand liegend und brachte ihn ins Krankenhaus. Vermutungen zufolge soll sein ehemaliger Boss Joe Masseria das angeordnet haben, weil Lucky zu seinem Rivalen wechselte. Masseria bezahlte für diesen Versuch mit seinem Leben und gab seinen Platz als Boss der Genovese-Familie an Lucky ab. 

„Anything I ever did in my life, I felt justified in doing.“

Unseren Mafiosi verließ im Jahr 1935 jedoch das Glück: der Anwalt Thomas Dewey kam Lucky durch seine Verwicklung in die Prostitution auf die Schliche. Das Ende vom Lied: Lucky wanderte in den Knast, in dem er eigentlich die nächsten 30 bis 50 Jahre absitzen sollte. Nach zehn Jahren kam er wieder auf freien Fuß und hinterließ sogar noch eine Kirche für die Gefängnisinsassen. Die frühzeitige Freilassung war jedoch an die Bedingung geknüpft, die USA zu verlassen. Somit ging es für Lucky zurück nach Italien. 1949 soll er die 20 Jahre jüngere Ballerina Igea Lissoni geheiratet haben, was ihn aber nicht davon abhielt, weiter Jagd auf Frauen zu machen. 1962 wollte er gerade seinen Biographen vom Flughafen abholen, als er einen Herzinfarkt erlitt. Nach seinem Tod wurde sein Körper in die USA überführt und dort beerdigt.

Für diejenigen, die sich fragen womit der Lucky eigentlich so sein Geld während der Prohibition verdiente: Mit Moonshine natürlich!

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